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Samstag, 11. Juli 2009

Renten-News

Nachrichten zur Altersvorsorge

11. Juli 2009

  • Steinbrück hält Renten-Garantie für Unsinn: Wahlkampf oder nicht? Steinbrück hält Renten-Garantie für unsinnig... [mehr auf noows.de].
  • Bei der Rente sind die Jungen die Gekniffenen: Steinbrück sieht Nachteile bei 25-35 jährigen... [die Stuttgarter Nachrichten berichten].
  • Unverblümte Kritik: Diskussion um Rente nur Wahlkampfstrategie... [weiter auf focus.de].
  • Sozialverband rügt Steinbrück: Schon wieder ein Fettnäpfchen. Nicht nur Steinmeier sauer auf Steinbrück... [mehr in der Süddeutschen].
  • Kurzer Kommentar der Woche: Rente - Wahrheit und Mythos auf ethischer-realismus-workgroup.blog.de...

Dienstag, 7. Juli 2009

Arbeitnehmer gegen Renteneintrittsalter 67

Kommentar

Laut einer Umfrage der IG-Metall ist die Hauptzahl der Arbeitnemher gegen das Renteneintrittsalter 67. Zudem plädiert die Mehrheit für die Einführung eines Mindestlohns. Doch was erwartet man sich schon von einer Umfrage einer Gewerkschaft? Wohl kaum ein Ergebnis, das auf eine weitere Verlängerung drängt. Oder? Doch vielleicht spiegelt diese Erhebeung tatsächlich wider, was die "Menschen draußen" wirklich fordern: mehr Soziales.

Das heißt: Senkung des Rentenalters, bessere Arbeitsbedingungen (Mindestlohn etc.), mehr Geld für Hartz-IV-Empfänger, bessere Studienbedingungen, höhere Renten usw.

In Zeiten der Wirtschaftskrise scheint die Erfüllung solcher Forderungen utopisch. Ist doch die letzte Erhöhung der Renten auch nur eine vorübergehende Wohltat des Staats, der durch den Wegfall des sogenannten "Riesterfaktors" begünstigt wird. Nach der Wahl ist vor der Wahl und dazwischen ist nicht viel!

Die Linke scheint dieses Prinzip verinnerlicht zu haben. Sie versprechen, für oben genannte Forderungen einzustehen. In die Verlegenheit diese erfüllen zu müssen, werden sie wahrscheinlich nie kommen. Das ist das Glück des Underdogs.

Der Abschwung macht eines deutlich: Sorge für dich selbst, denn nur dann wird der Staat von dir profitieren und ist auch fähig, entsprchende Gegenleistungen leisten zu können. Doch anstatt in Soziales zu investieren, profitieren Banken vom staatlichen Geldsegen auf Pump.

Alles in allem: Wir müssen wohl noch einige Jahre warten, bis sich das Chaos neu geordnet hat und man wieder über einen Rentenbeginn mit 65 nachdenken kann. Das Renteneintrittsalter wird sich nicht so schnell verändern lassen - noch nicht einmal im Wahlkampf. Mit dem alten System scheint es nicht anders zu funktionieren... zur Umfrage der IG-Metall.

Sonntag, 28. Juni 2009

Renten-News

Nachrichten zur Altersvorsorge

28. Juni 2009

  • Deutsches Rentensystem ist krisenfest: Deutsches Spießertum bewährt sich in Zeiten der Krise. OECD-Studie bestätigt die Krisensicherheit des deutschen Rentensystems... [SZ berichtet].
  • Nur Minirendite durch Riester? Die Bildzeitung titelt wie gewohnt pointiert (und einseitig?)... [trotzdem weiterlesen auf bild.de ?].
  • Diskussion um Rente mit 67 bricht nicht ab. Wir sind im Wahlkampf! ... [Artikelflut zu Thema, z.B. im Stern, im Tagesspiegel, Focus online, Handelsblatt, FAZ ...].
  • Online-Rechner zur Riester-Rente: Ungenau! Nur zwei von 50 Rechnern liefern stets richtige Ergebnisse...[mehr auf FTD.de].
  • Ist die Rente wirklich sicher? Kommentar der Woche ist dieses mal ein Leserbrief...

Sonntag, 7. Juni 2009

Mehr Rente für Hartz-IV-Empfänger

Kommentar

Die Bundestagswahlen stehten an und jetzt sind die Rentner dran. Genauer: die Hartz-IV-Empfänger unter den Rentnern bzw. den zukünftigen Post-Hartz-Rentnern. Sowohl SPD als auch CDU fordern eine Erhöhung des Schonvermögens für Hartz-IV-Empfänger. Bisher können Arbeitslose, die Hartz-IV bekommen, einen Freibetrag von 16.250 Euro geltend machen. Zusätzlich dazu 250 Euro pro Lebensjahr. Das bedeutet: Dieses Geld kann für die Altersvorsorge genutzt werden.

Die Zukunftsvision der SPD-Vize Andrea Nahles: Investiert ein Arbeitsloser also in eine Lebensversicherung, die ihm später als Altersvorsorge dient und als monatliche Rente ausgezahlt wird, dann soll er nicht von einer Grenze des Schonvermögens behindert werden.

Schließlich schlage man mit einer Erhöhung bzw. Abschaffung des Schonvermögens zwei Fliegen mit einer Klappe: Altersarmut und weniger Kosten für den Staat.

Auch Karl-Josef Laumann (CDU) und einige Gewerkschaftsvertreter wollen das Schonvermögen erhöhen.

So viel (soziale) Einigkeit unter den großen Volksparteien und Gewerkschaften scheint verdächtig. Die Parteien gehen auf Wählerfang und die Gewerkschaften versuchen, diese Situation auszunutzen um Land für sich in Thema "Rente" zu gewinnen. Man soll ja schließlich sehen, dass die Gewerkschafter auch in Zeiten der Finanzkrise nicht untätig sind.

Doch - wie soll eine Abschaffung des Schonvermögens in der Realität aussehen? Wer kontrolliert, wofür der einzelne Rentner tatsächlich sein Geld anlegt bzw. ausgibt? Was ist noch "förderungsfähig" außer dem Modell "Lebensversicherung"? Schließlich kann das einfache Festgeld auch für eine neues Eigenheimdach angelegt sein, damit der zukünftige Rentner auch weiterhin im Trockenen sitzt. Und geht man von Lagzeitarbeitslosen aus, dann stellt sich die berechtigte Frage: Woher kommt das ganze Geld? Hat da jemand etwa "schwarz" gearbeitet und nebenher Hartz-IV kassiert? Man weiß es nicht... oder man möchte es besser nicht wissen.

Unterm Strich - eine Erhöhung des Schonvermögens wird wohl kaum in der Lage sein, Altersarmut zu bekämpfen oder das Bewußtsein einer privaten Altersvorsorge zu stärken. Aber bald sind ja Wahlen - und dannach ist alles anders!

Sonntag, 17. Mai 2009

Renten-News

Nachrichten zur Altersvorsorge

18. Mai 2009

  • Beamtenpension überflügelt Rente um ein Vielfaches: Die Bildzeitung mal wieder ganz reißerisch...[mehr dazu auf bild.de].
  • EU-Parlamentarier gegen Rente mit 63: Verzicht in der Krise? So mancher EU-Parlamentarier sieht das anders! Die Heraufsetzung des Bezugsalters auf 63 für die (Zweit)-Rente für EU-Parlamentarier stößt auf Empörung bei so manchem Parlamentsmitglied. Zu Recht...? [der Stern verrät es].
  • Geringverdiener schlittern in die Altersarmut: Neue Studie warnt vor steigender Altersarmut... [mehr im Tagesspiegel].
  • Vor der Rente ist nach der Rente? Wie sieht es mit der Besteuerung der Altersvorsorge aus? Beiträge zur privaten Altersvorsorge werden immer geringer besteuert. Dafür kassiert der Staat künftig im Alter höhere Steuern... [weiter auf wiwo.de].
  • Kommentar der Woche zum Thema "Rente ist sicher"... [weiterlesen auf aufhellblitz.blogspot.com]

Sonntag, 26. April 2009

Riester-Faktor treibt Rentenerhöhung

Ein Kommentar:

Ab dem Juli 2009 steigen die Altersbezüge in Westdeutschland um 2.41% und im Osten des Landes sogar um satte 3.38%. Von der Rentenerhöhung betroffen sind rund 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner. Für die modellhafte Standardrente bedeutet dies eine Steigerung im Westen auf 1.224 Euro und im Osten auf 1.086 Euro, die monatlich bezogen werden.

Möglich war diese Steigerung der Altersbezüge jedoch nur, weil der sogenannte „Riester-Faktor“ für die Jahre 2008 und 2009 ausgesetzt ist. Was bedeutet das?

Die Bundesregierung beschloss im letzten Jahr, den Riester-Faktor auszusetzen, um die Rentnerinnen und Rentner am Aufschwung zu beteiligen. In wieweit die nahenden Bundestagswahlen eine Rolle dabei spielten, sei für den Moment dahingestellt. Resultat war damals eine Rentenerhöhung für 2008 um zusätzliche 0.65% (gesamt 1.1%).

Ohne die „Manipulation“ durch die Aussetzung des Riester-Faktors wäre die Erhöhung der Altersbezuge deutlich niedriger Ausgefallen: West 1.8% und Ost 2.7%. Ausgeglichen werden die beiden Stufen voraussichtlich in den Jahren 2012 und 2013.

Die Aussetzung des Riester-Faktors ist also gewissermaßen nur eine Strategie der Umschuldung. Natürlich auf Kosten der Jüngeren. Irgendwie kommt einem das in der heutigen Zeit bekannt vor...

Mehr zum Thema:

Dienstag, 21. April 2009

Rente mit 67 - Symptom für ein überholtes Rentensystem?

Ein Kommentar:

Vom Schreibtisch ins Altersheim wird es bald für viele zukünftige Rentner heißen. Lakonisch, doch irgendwie treffend. Sicherlich, die Lebenserwartung hierzulande ist so hoch wie kaum auf einem anderen Teil des Globus. Da bleibt noch genug Lebenszeit übrig, um sich beim Tanztee schon Nachmittags um 4 einen Rausch mit Eierlikör anzutrinken.

Die Fragen, die eine Verlängerung der Arbeitszeit nach sich ziehen, gehen tiefer: Zum einen wirft sie die Frage auf, wie lange Menschen auf welche Weise für die Gesellschaft produktiv sein sollen, wollen und können - zum Anderen werden wohl in nächster Zeit die Stimmen lauter werden, die das Rentensystem generell in Frage stellen.

Die jüngeren finden keine Arbeit, die älteren werden sie nicht los. Und verliert man seinen Job Mitte 40, hat man heutezutage schon ein kleineres Problem - und das nicht nur in minder qualifizierten Jobs. Eines ist sicher: Verlockend sind die Aussichten keineswegs.

Und klarer denn je: Dank des "neuen" Rentensystems - Zitat: "Künftigt setzt sich eine ausreichende Alterssicherung aus drei Bestandteilen zusammen: der gesetzlichen Rente sowie der betrieblichen und der privaten Altersversorgung" - wird es für zukünftige Generationen immer schwerer, eine zufriedenstellende Rente zu erwirtschaften.

Man wird bald sehen, wie die erste Kohorte mit der Herausforderung "Altersvorsorge" umgehen wird. Denn eines ist klar: Verlierer wird es geben - und das nicht zu knapp.