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Sonntag, 5. April 2009

Rürup-Rente im Überblick (2)

Teil 2
Vorteile & Nachteile

Die Vorteile einer Rürup-Rente:

  • Wer sich für eine Rürup-Rente entschließt, profitiert von einer staatlichen Förderung.
  • Ein Rürup-Vertrag kann nicht gepfändet werden, wenn er sich noch in der Ansparphase befindet.
  • Während der Auszahlungs-Phase kann die Rürup-Rente zu dem Teil gepfändet werden, der über der Pfändungsgrenze liegt.
  • Bei Arbeitslosigkeit (ALG II) wird das angesparte Kapital im Rürup-Vertrag nicht angetastet. Es zählt nicht zum anrechenbaren Vermögen.
  • Berufsunfähigkeit kann steuerlich abgesetzt werden, falls der Anteil am Beitrag die 50%-Grenze nicht überschreitet
  • Die Abgeltungssteuer ist während der Ansparphase nicht zu berücksichtigen.
Die Nachteile einer Rürup-Rente:
  • Die Auszahlung erfolgt ausschließlich als Leibrente.
  • Beiträge zur Rürup-Rente können nur gestaffelt steuerlich geltend gemacht werden.
  • Ein Rürup-Vertrag kann weder beliehen, noch übertragen oder verschenkt werden. Auch die Auszahlung des Rückkaufwertes ist unmöglich. Lediglich eine Beitragsfreistellung kann beantragt werden.
  • Die Auszahlung der Rürup-Rente muss abhängig vom Jahr des Rentenbeginns versteuert werden.
  • Für zugezahltes Kapital (um die geförderte Jahreshöchstgrenze zu erreichen) sind zusätzliche Gebühren fällig.
  • Bei einem Sterbefall eines Rürup-Vorsorgers vor der Auszahlungsphase ist das ganze angesparte Kapital für die potentiellen Erben verloren. Chance: Zusatzversicherung in Form einer Hinterbliebenen-Rente abschließen, die steuerlich zwar nicht gefördert wird, aber die Beitragsrückgewähr veranlasst (Todesfallschutz).
  • Auch nach Rentenbeginn ist das eingezahlte Kapital verloren, wenn der Rürup-Rentner verstirbt. Auch hier kann durch eine Hinterbliebenenrente vorgesorgt werden.
...zum Weiterlesen:

Teil 1: Grundlagen
Teil 2: Vorteile & Nachteile
Teil 3: Voraussetzungen, Steuern & Förderung
Teil 4: Die Rürup-Rente und ihre Zielgruppe
Teil 5: Die Rürup-Rente und Sicherheit
Teil 6: Zusatzversicherungen neben der Rürup-Rente
Teil 7: Rürup-Rente vs. gesetzliche Rentenversicherung

Donnerstag, 19. März 2009

Brainstorming: Altersvorsorge

Schon als Student und Auszubildender kann man Altersvorsorge betreiben - hört man zumindest immer mal wieder und vergisst es relativ schnell zwischen all den Hausarbeiten, Parties und Prüfungen. Als Student hat man schließlich wichtigeres zu tun. Stimmt! Nicht gerade aufregend irgendwelche Prospekte zu wälzen aus denen stumpfe Gesichter aus einer 1-Euro-Bildagentur herauslächeln.

Seriös ist, was verstaubt wirkt - so mancher Anbieter von Vorsorgeprodukten scheint diesen Leitspruch verinnerlicht zu haben. Auch macht es mehr Spass, als Lehrling an Autos herumzubasteln, als an irgendwelche verquasten Rentengedanken Zeit zu verschwenden. Jetzt, da die Zukunft erst vor einem liegt.

Was fällt mir selbst zu den Themen "Rente" und "Altersvorsorge" ein? Zugegebenermaßen auch nicht viel. Schlagwörter eben: Riester, Lebensversicherung, Immobilien, das gute alte Sparbuch oder Rürup. Für eine Wohnung als Altersvorsorge reicht das Verdiente und Ersparte noch lange nicht, eine Lebensversicherung depremiert irgendwie und Rürup/Riester klingt nach viel Bürokratie. Das Sparbuch - na ja, wir sind ja nicht mehr in den 80ern.

Egal, damit die oben genannten Schlagwörter nicht dort enden, wo sie dies normalerweise tun - nämlich in einem Buch Namens "später erledigen", dass sich ganz hinten in der Bibliothek befindet - werde wir in den folgenden Posts versuchen, erst einmal die Spießerthemen: Rürup und Riester zu erläutern. Es lebe das Selbststudium!